Ereignisse aus acht Jahrhunderten Stadtgeschichte
Die Geschichte Bergedorfs reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Im Jahr 1162 wurde die Siedlung an der Bille erstmals urkundlich erwähnt – als strategisch gelegener Ort zwischen den Herzogtümern Sachsen-Lauenburg und Holstein. Was als kleine Burg- und Marktsiedlung begann, entwickelte sich über die Jahrhunderte zu einem eigenständigen Gemeinwesen mit eigener Verwaltung, eigenem Recht und einer bemerkenswerten Sonderstellung in der norddeutschen Geschichte.
Von 1420 bis 1867 stand Bergedorf unter beiderstädtischer Verwaltung: Hamburg und Lübeck regierten den Ort gemeinsam – ein in Europa nahezu einmaliges Konstrukt. Erst mit dem Vertrag von 1867 ging die volle Hoheit an Hamburg über. Die Eingemeindung als Hamburger Bezirk im Jahr 1938 beendete schließlich Bergedorfs formale Eigenständigkeit, nicht aber das ausgeprägte lokale Selbstverständnis.
Die folgende Chronik gliedert sich in Dekaden und Jahrhunderte. Jeder Abschnitt beleuchtet die prägenden Ereignisse seiner Zeit – von der Reformation über die Industrialisierung und die Weltkriege bis hin zur Entwicklung des modernen Stadtteils. Die Quellen dieser Chronik stützen sich auf Aufzeichnungen des Bergedorfer Stadtarchivs, zeitgenössische Dokumente und die Arbeit lokaler Heimatforscher.
Mittelalter & Frühe Neuzeit
Das 19. Jahrhundert
Das 20. Jahrhundert
- 1910
Erster Weltkrieg und kommunale Neuordnung - 1920
Goldene Zwanziger, Groß-Hamburg-Gesetz und Eingemeindung 1938 - 1940
Zweiter Weltkrieg, Zerstörung und die ersten Jahre des Wiederaufbaus - 1950
Wirtschaftswunder, Wiederaufbau am Sachsentor und neues Wohnungsbau-Programm - 1960
Sturmflut 1962, Stadtplanung und der Wandel zur Großsiedlung - 1990
Wiedervereinigung, Stadterneuerung und neue Verkehrsprojekte